Ich habe eben per E-Mail eine Anfrage bekommen was man bei einem Interview denn beachten sollte und ich denke das Michael mit dieser Fragestellung sicherlich nicht alleine ist, daher möchte ich in diesem Artikel kurz ein paar Tipps zum Thema Interviews geben. Dabei beziehe ich mich erstmal auf Interviews für Blogs, denn Telefon bzw. Audio-Interviews sind, zumindest für mich, nochmal etwas ganz anderes.
(1.) Welcher Interviewpartner? Bevor man sich dazu entscheidet ein Interview zu führen sollte man sich darüber klar werden was man sich von diesem Interview erhofft und ob es für die Leser überhaupt interessant ist, was der Interviewpartner zu berichten hat.
(2.) Die Vorbereitung: Nachdem man sich einen Interviewpartner ausgewählt hat, hat man bereits eine grobe Vorgabe in welche Richtung das Interview gehen wird. Schließlich hat jeder sein Fachgebiet und kann nicht auf jede Frage eine schlaue Antwort geben. Wenn man sich also über die grobe Richtung klar geworden ist geht es ans Fragen sammeln, hier bietet es sich immer an den Interviewpartner zunächst zu seiner Arbeit zu befragen und dann beispielsweise auf aktuelle relevante Ereignisse einzugehen oder das Interview in eine vorher besprochene Richtung zu lenken in dem man bei einer Antwort nachhakt und den Interviewpartner so geschickt dazu bringt seine Meinung zu verdeutlichen. Hierbei gilt es Punkt 4 zu beachten.
(3.) Welche Software benutzen? Bisher habe ich alle (3) Interviews für netdynamic.de über die Chatsoftware von Skype geführt, Skype hat den Vorteil das es weit verbreitet ist und im Gegensatz zu ICQ beispielsweise nicht ständig abnippelt. Zudem hat man, bei einem Messenger, den Vorteil das man das Interview im nachhinein nicht komplett abtippen muss, sondern nur kurz die Namensanzeigen und Uhrzeiten entfernen muss.
(4.) Nicht steif sein: Man sollte in der Interviewführung flexibel sein. Soll heißen, dass man nicht einfachen seinen Fragenkatalog herunterratern sollte, sondern individuell auf die Antworten des Interviewpartners eigehen muss. Wenn der Interviewte die Antwort auf eine Frage bereits im vorraus beantwortet, sollte man auf diese Frage natürlich verzichten, wenn der Interviewte einen neuen, dir bisher unbekannten bzw. unberücksichtigten, Aspekt aufwirft, solltest du darauf eingehen und deine Fragen dementsprechend anpassen.
(5.) Der große Unterschied zwischen einem Interview per Messenger oder E-Mail und einem Audiointerview ist die Zeit, bei einem Messenger Interview hast du einfach mehr Zeit deine Fragen an die Antworten des Befragten anzupassen, genauso hat der Befragte mehr Zeit sich seine Antworten zu überlegen. Währenddessen muss man bei einem Telefon- bzw. Audiointerview, das ja in aller Regel ohne vorherige Abmachungen geführt wird, schnell denken und sich noch besser vorbereiten um blitzschnell zu schalten und seine Fragen anzupassen.
Ich hoffe ich konnte euch mit dieser kurzen Ausführung etwas weiterhelfen. Wer noch weitere Tipps hat kann sich gerne bei mir melden, ich füge den Hinweis dann in den Beitrag ein.