„Tue Gutes und rede darüber.“

von Alexander am 30. September 2011

Wie der Tzatziki zum Gyros, die Mücken zum Camping und das Bier zum Oktoberfest, so gehört die Teilnahme an Konferenzen und das anschließende Networking zum Alttag von Online Marketers. Die Auswahl an Events ist groß und Teilnahmegebühren, Reise- und Übernachtungskosten oft noch größer. Für alle Online Marketers und SEOs die zwar gut, aber noch nicht reich sind hat Markus Tandler a.k.a. Mediadonis etwas richtig cooles: Das Mediadonis SEO-Superticket 2011

Inbegriffen ist nicht nur die Teilnahme an drei super Events im Oktober und November diesen Jahres, sondern auch Anreise und Übernachtung. Insgesamt verschenkt Markus hier an einen Glücklichen einen Preis im Wert von einigen tausend Euro. Doch genau so toll wie der Preis ist die Aktion die Markus sich dazu ausgedacht hat. Unter dem Motto „Tue Gutes und rede darüber.“ soll sich jeder Teilnehmer überlegen was er Gutes für diesen Preis tun würde.

Ich möchte dem folgenden Absatz vorausschicken das ich die Aktion super finde und voll unterstüze. Denoch frage ich mich, warum man darüber sprechen muss, wenn man etwas Gutes tut. Es gibt jeden Tag unzählige kleine und große Möglichkeiten Gutes zu tun, einige die wir nutzen und noch mehr die wir verstreichen lassen. Dabei ist es so einfach einem Obdachlosen eine Freude zu bereiten. Und selbst wenn man einem Obdachlosen kein Geld geben mag, weil die Verwendung ungewiss ist kann man ihm doch einen Apfel oder einen Müsliriegel schenken (Darüber freuen sich die meisten mehr als über einen Euro!). Erst kürzlich habe ich mit einem Manager eines großen mittelständischen Unternehmens über das Thema Corporate Social Responsibility gesprochen. Auf die Frage wie man bisher die Öffentlichkeit über die Sozialen Aktivitäten des Unternehmens informiere antwortete der Manager sinngemäß „Garnicht, wir machen`s einfach“. Ich muß zugeben, dass ich diese Einstellung recht bemerkenswert finde. Auch in Zukunft wird dieses Unternehmen übrigens nicht aktiv über seine sozialen Aktivitäten informieren, dafür arbeiten wir inzwischen erfolgrich im Bereich Employeer Branding und eRecruiting zusammen.

Grundsätzlich finde ich es absolut in Ordnung darüber zu sprechen, denn wer Gutes tut, der darf auch selbst davon profitieren. Und auch wenn nur Gutes getan wird um davon zu profitieren, ist dies nicht schlecht, solange beides im Verhältnis steht. Wenn ein Unternehmen einen neuen Satz Fussballtrikots für den örtlichen Fussballverein sponsort ist ein Artikel in der regionalen Zeitung durchaus angemessen. Ein umfangreicher Fernsehbericht zur besten Sendezeit jedoch nicht! Wer Tickets, Reisen und Übernachtungen im Wert von ein paar tausend Euro gewinnen möchte, der sollte auch etwas dafür tun was wehtut.

Schade finde ich, dass bei dieser Aktion nur der etwas tun muss, der auch gewinnt. Es geht also keiner der Teilnehmer ein Risiko ein oder tut wirklich etwas Gutes, weil er etwas Gutes tun möchte. Im Endeffekt bezahlt der Gewinner dieses Konferenz-Package mit seiner Charity-Leistung, sei es nun Geld oder Zeit. Das ist aus meiner Sicht nicht der Sinn von Wohltätigkeit. Natürlich ist es besser Etwas zu machen, als Nichts zu machen und ich rechne Markus diese Aktion hoch an. Schließlich bringt er viele SEOs dazu darüber nachzudenken wie sie helfen können die Welt besser zu machen. Denoch würe eine Geldspende in Höhe des Wertes der Sachpreise möglicherweise mehr helfen.

Trotz der letzten Absätze möchte ich an der Aktion teilnehmen. Das SEO-Super-Ticket ist nämlich einfach geil. :)

Sollte ich gewinnen erkläre ich mich bereit, jeden Monat meinen Zehnten an verschiedene Wohltätige Organisationen zu spenden. Dabei geht die Spende im ersten Monat auf jeden Fall an den Verein Wendepunkt aus Elmshorn und im zweiten Monat an die Arche. Für die folgenden Monate (Dezember – März 2012) dürft Ihr dann gerne Vorschläge machen.
Zusätzlich dazu würde ich einen Monat lang vor der Arbeit die Obdachlosen die unter der Kenedybrücke in Hamburg schlafen mit selbstgebrühtem und heißem Kaffee versorgen. Die sehe ich nämlich jeden Morgen wenn ich mit der Bahn über die parallel verlaufende Lombardsbrücke zur Arbeit fahre. Dies werde ich in jedem Fall machen, unabhängig davon ob ich gewinne oder nicht. Vielleicht findet sich ja noch Jemand der mich unterstützen möchte und mich Morgens begleitet oder frische Brötchen oder Müsli für ein schönes Frühstück spendiert. Die Obdachlosen würden sich sicher freuen!
Additional und auch auf jeden Fall werde ich mich noch dieses Jahr mehrere Tage bei der sozialen Einrichtung Stiftung Lebenshilfe Südholstein einbringen. Die Einrichtung unterstützt Menschen mit Behinderung, bietet betreute Wohngemeinschaften und betreibt eine Behindertenwerkstatt. Wer die Einrichtung unterstützen möchte kann entweder direkt spenden oder beispielsweise die Behindertenwerkstatt mit Konfektionierung, Gärtner-, Montage- oder Metallarbeiten beauftragen. Der Rechnungsbetrag kann übrigens anteilig auf zu zahlende Ausgleichszahlungen angerechnet werden. Meine Erfahrungen aus der Zusammenarbeit sind sehr positiv, die Zuverlässigkeit ist sicherlich größer als bei so manchem privaten Dienstleister.

Da ich bereits ein OMCap Ticket habe würde ich dieses weiterverschenken. Und zwar an den Teilnehmer von Markus Aktion, der die aus meiner Sicht, geilste Charity-Aktion vorgeschlagen hat. Ob er diese dann nur für das OMCap-Ticket trotzdem umsetzt bleibt ihm überlassen. Wäre aber natürlich eine tolle Geste auch für weniger als erwartet wohltätig zu sein.

PS: „Tu soviel Gutes, wie Du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber.“ – Charles Dickens

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Nachtrag: Ich habe gewonnen!!! :) Danke für den tollen Preis an Marcus und danke an die Vielen die meinen Ansatz und meine Aktionen unterstützen. Wie angekündigt habe ich mir darüber Gedanken gemacht, wer das OMCap Ticket bekommen soll. Gewinnerin des OMCap Tickets ist SEOMatrjoshka, deren Einsatz mir am Besten gefallen hat. Sie hätte im Falle des Gewinns, des SEO-Supertickets 10.000 (in Worten: zehntausend) Plätzen gebacken und an verschiedene Kinderheime in München verteilt. Toll finde ich die Eigeninitiative, sich unabhängig von bestehenden Wohltätigkeits-Organisationen und Aktionen etwas zu überlegen und umzusetzen. Vielleicht backt und verteilt Sie zu Weihnachten ja auch so ein paar Plätzchen. Wäre übrigens auch eine tolle Networking-Charity-Aktion: Backen für Kinder statt Saufen für Kinder. :-)

Mein SEO Campixx Workshop: Suchmaschinenoptimierung für Kunden

von Alexander am 14. März 2011

Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit. Die SEO Campixx hat zum Dritten mal stattgefunden. Nach dem ich im letzten Jahr bereits teilgenommen hatte, stand die erneute Teilnahme von Anfang an für mich fest. Erstmals habe ich mich in diesem Jahr dann auch mit einem Workshop beteiligt.

Neben all den Linkbuilding und Rankingkriterien Workshops habe ich versucht die Vielfalt der Beiträge zu erhöhen. Thema meines Workshops war daher Suchmaschinenoptimierung für Kunden - Nach der Verkaufsargumentation: Ziele definieren, Erfolge tracken, Abrechnungsmodelle entwickeln & Angebote schreiben.

Workshop: Suchmaschinenoptimierung für Kunden; Urheber Andi Petzold

Workshop: Suchmaschinenoptimierung für Kunden; Urheber: Andi Petzold

Der Workshop fand direkt in der ersten Sessionrunde am Samstag statt. Trotz der großartigen Themen und Referenten der anderen Workshops fanden sich einige Teilnehmer ein. Mit Julia Auer, Jens Fauldrath, Markus Hartmann, Thorsten Olscha, Andi Petzold, Jörg Wukonig und etwa 20 weiteren Teilnehmern konnten wir auf einem guten Niveau ausführlich diskutieren. So konnte auch ich aus diesem Workshop einiges für mich mitnehmen und ich hoffe, dass dies auch für die Teilnehmer gilt. Das erste Feedback und die Zeit die wir überzogen haben bestätigen mich aber. Sorry an dieser Stelle an Thomas Mindnich der mit seinem Workshop Keywords – Heaven and Hell deswegen deutlich weniger Zeit hatte.

Wie angekündigt stelle ich die Charts meines Workshops hier nun online.

Präsentation im pdf-Format runterladen:
Suchmaschinenoptimierung für Kunden

Die Bildrechte liegen bei den jeweils angegebenen Urhebern. Alle weiteren Rechte liegen bei mir bzw. der Hafenkrone. Wer mag darf die Präsentation gerne unverändert nutzen und / oder auf seiner Website einbinden.

Wer bloggt denn da?

von Alexander am 7. Januar 2011

Alexander Schneekloth