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netdynamic Rss

Qualitätsjournalismus bei Regionalzeitungen

Posted on : 13-04-2009 | By : netdynamic | In : Allgemein

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Wenn ich mir die hiesige Tageszeitung durchlese kann ich vom vielfach diskutierten Qualitätsjournalismus der Printmedien nicht viel festestellen. Artikel mit überregionalen Themen sind einfach per copy & paste eingefügte Agentur Meldungen. Nicht verwunderlich bei einer Regionalzeitung, schlimm ist nur das die Qualität dieser kurzen Agenturmeldungen noch das beste ist was die Zeitung zu bieten hat. Bei regionalen Themen, Artikeln zu regionalen Veranstaltungen und allen anderen von den Zeitungseigenen-Journalisten bekommt jemand der sich nur etwas mit der Materie auskennt das blanke Entsetzen. So erhalten interessante Artikel unpassende Titel ohne Aussagewert. So trägt zum Beispiel ein kurzer Artikel im Pinneberger Tageblatt in der Ausgabe vom 11.04 diesen Jahres den vielsagenden Titel “Sperrvermerk aufgehoben” nun weiß der Nutzer zwar das ein Sperrvermerk aufgehoben wurde, das Thema des Artikels kennt er aber noch nicht.

Ein “interessanter Artikel” durch den ich erst wieder auf unsere hiesige Tageszeitung aufmerksam wurde beschäftigt sich mit der Anzahl vergebener Internetadressen in Schleswig-Holstein und stellt fest das im Kreis Pinneberg die meisten Domains auf jeden Einwohner kommen. Nämlich 180 Domains auf 1000 Einwohner. Auch wenn der Titel das Thema nicht auf den Punkt bringt, so birgt er zumindest keine falschen Aussagen. So lautet der Titel “Spitzenplatz im Internet” <– Doch wer hat denn nun einen Spitzelplatz und in welcher Disziplin? Weiter geht es beim Untertitel “Pinneberg: Bürger mit eigenen www-Seiten” Meinem Deutschlehrer würde bei diesem Satzbau vermutlich kalt den Rücken runter laufen. Doch wer sich das Thema, nämlich die Anzahl der vergebenen Domains, ins Gedächtnis ruft merkt schnell das der Lehrer bei einem Schulaufsatz hier “Thema verfehlt” an den Rand schreiben würde. Denn sicherlich sind die Pinneberger nicht die einzigen die eigene Websites haben und das sicherlich auch nichts neues ist. Zudem geht es in dem Artikel doch auch gar nicht um Websites, sondern um Internetadressen.  Das es dabei auch nur um .de Domains handeltund diese Daten aus dem Vorjahr stammen wird nur am Ende des Artikels kurz erwähnt. Der erste Abschnitt beschäftigt sich komplett mit einer veralteten Homepage die zuletzt Anfang 2007 aktualisiert wurde, mit Frames realisiert wurde und mehrere Autobilder und ein Bild einer Katze zeigt. Diese wird in dem Zeitungsartikel auch noch ausführlich beschrieben. Das ist nicht nur irrelevant sondern auch strikt am Thema vorbei. Allerdings lässt ein Satz im letzten Absatz des Artikels  mich nochmal grinsen, “Wer also etwas auf sich hält, so scheint es, muss im Internet mit einer eigenen Seite vertreten sein.”, denn wer etwas auf sich hält der ist nicht mit einer solch veralteten Seite im Netz unterwegs. : D

Den Artikel findet man natürlich auch im Internet auf der Seite des Pinneberger Tageblatt. Dem Autor Herr Klink möchte ich nur nochmals raten seine Artikel nicht mit, mehr oder weniger, gefährlichem Halbwissen zu füllen. Denn eine Domain ist einfach keine Website, wie es im Artikel immer wieder heißt.

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